Was ist ein BID
Was ist ein Business Improvement District?
Die Abkürzung BID steht für die englische Bezeichnung Business Improvement District und bezeichnet ein ursprünglich in den 1980er Jahren in Kanada entwickeltes Stadtentwicklungsinstrument. Das BID-Modell verfolgt das Ziel, durch privates Engagement und mit privaten Mitteln dem Wert- und Funktionsverlust der traditionellen Einzelhandelsstandorte der Innenstädte entgegenzuwirken. Der Grundgedanke basiert dabei auf einer kooperativen Stärkung und Weiterentwicklung des Standortes, bei der Grundeigentümer und Gewerbetreibende selbstständig oder durch professionelle Unterstützung im Dialog mit der Verwaltung und Politik Maßnahmen für Ihren Standort entwickeln und umsetzen.
Anders als bei Interessens- oder Werbegemeinschaften haben Grundeigentümer eines BID die Möglichkeit, sich auf der Basis einer gesetzlichen Grundlage für Ihren Standort zu engagieren. Durch einen räumlich fest definierten Bereich und die gesetzliche Verpflichtung sämtlicher Grundeigentümer, sich an der Finanzierung der Maßnahmen eines BID zu beteiligen, werden potenzielle Trittbrettfahrer vermieden und alle Grundeigentümer in den Aufwertungsprozess eingebunden.
Durch die vielerorts ähnlichen Herausforderungen der Innenstädte, die sich häufig in Konkurrenz zu Shoppingzentren befinden und sich im Kontext zu den wandelnden Anforderungen und Ansprüchen des Einzelhandels stets neu Erfinden müssen, ist das BID Modell zu einer erfolgreichen Praxis zur Revitalisierung und Reaktivierung von Einzelhandelsstandorten avanciert.
Innerhalb Deutschlands hat Hamburg als erstes Bundesland mit dem Gesetz zur „Stärkung der Einzelhandels- und Dienstleistungs- und Gewerbezentren“ (GSED, 2005/2007) die Errichtung von BIDs rechtlich ermöglicht. Seit 2005 sind in Hamburg folgende BIDs offiziell eingerichtet worden: BID Sachsentor, BID Neuer Wall, BID Wandsbek Markt, BID Lüneburger Straße, BID Alte Holstenstraße, BID Ochsenzoll, BID Hohe Bleichen, BID Sachsentor vom Mohnhof bis zum Serrahn, BID Neuer Wall II und BID Tibarg.
Weitere Initiativen befinden sich in der Vorbereitungsphase.

